Friedrich-Bährens Gymnasium

Ostberger Str. 17
58239 Schwerte

Tel.:02304/16010       
Fax: 02304/22007

Was ändert sich im Mathematikunterricht?


Die Arbeit ist thematisch in mehrere Projekte aufgeteilt (z.B. Selbstreguliertes Lernen; zeitgemäßes Grundkurskonzept). Das FBG arbeitet im Projekt "Konzepte und Aufgaben zur Sicherung von Basiskompetenzen durch Aufgabenentwicklung" mit. In den ersten beiden Jahren wurden Aufgaben entwickelt, die allen Schulen als Beispielaufgaben für die neuen Richtlinien, den so genannten Kernlehrplänen, zur Verfügung stehen sollten. Was heißt das?

WasndertSich_2Ganz knapp gesagt: "Rechenpäckchen" und "Aufgabenplantagen" sind out. Die Kernlehrpläne legen nicht nur fest, welcher Stoff nach jeweils zwei Jahren bearbeitet sein muss, sondern welche Kompetenzen Schüler und Schülerinnen darüber hinaus erworben haben sollen. Sie sollen z.B. aus authentischen Texten mathematische Informationen entnehmen können, Realsituationen in mathematische Modelle übersetzen können oder verschiedene Lösungswege überprüfen und bewerten können. Das kann man nicht erreichen, indem zunächst Schemata eingeübt und dann irgendwann Textaufgaben behandelt werden. Dieses war aber in den meisten Büchern vor ein paar Jahren noch der vorgegebene Weg.

Teilweise sind im Projekt deshalb bewusst Aufgaben aus den Büchern genommen und umgearbeitet worden. Oftmals wurden die engen Fragestellungen weggenommen, sodass Schüler sich das Problem genauer ansehen müssen und dieses auch mit verschiedenen Ansätzen bearbeiten können. Einige Ergebnisse sind im Internet unter www.sinus.nrw.de nachzulesen. Die Aufgaben "Goldraub" und "Flugzeugabsturz" sind im FBG-Untericht entstanden und dann in Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Schulen weiter entwickelt worden. Die Aufgabe "Flugzeugabsturz" basiert auf einem Zeitungsartikel der WR und wurde einmal für den Einsatz am Gymnasium/Realschule und einmal für den Einsatz an der Hauptschule formuliert. Der "Goldraub" ist durch eine offene Behandlung einer Lehrbuch-Aufgabe entstanden; die Lehrerin hat Problem-Fragen der Klasse aufgenommen und die Thematik weiter behandelt, als es in der ursprünglichen Aufgabe vorgesehen war. Die Aufgabe wurde dann in vielen Diskussionen mit engagierten Kollegen anderer Schulen zu ihrer heutigen Form aufbereitet.

Im Schuljahr 2005/06 setzte die so genannte zweite Welle des Versuches SINUS-Transfer ein. Die Zahl der Schulen in NRW wurde auf 440 erweitert; das sind etwa 10% aller Schulen. Die nun teilnehmenden Schulen sollen bei ihrer Mitarbeit schon von den vorher gemachten Erfahrungen profitieren. In diesem Jahr wurde in unserer Gruppe an Material zur Sicherung von Basiswissen und an Einsatzmöglichkeiten von Tabellenkalkulation in der Sek.I gearbeitet. Für 2006/07 haben sich die FBGler zusammen mit den Kollegen des Hildegardis-Gymnasiums in Bochum vorgenommen, Material für Klassenarbeiten zu erarbeiten, das der neuen Art von Unterricht gerecht wird.

Da die Mitarbeit bei SINUS-Transfer weder zeitlich noch materiell vergütet wird, freuen sich die teilnehmenden Kolleginnen besonders, dass sie im Rahmen des Projektes an exzellenten Fortbildungen teilnehmen konnten. Hochrangige Didaktiker aus der ganzen Bundesrepublik wie aus der Schweiz sorgten dabei dafür, dass auf aktuellem Stand an dem Projekt weiter gearbeitet werden kann.

Mechthild Heimann